Samstag, der 04.05.13 Wort zum Tag
Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat;
wir wollen froh sein und uns freuen an Ihm! Psalm 118:24



Seid des Herrn – 18


von Bruder Thomas Gebhardt

Psalm 23:1
Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

Meine lieben Leser, wir leben in einer Zeit, wo jeder etwas gelten, etwas darstellen möchte. Jeder möchte besser oder wenigstens gleich gut sein als der andere. Das war schon bei den Nachfolgern des Herrn Jesus so. Deshalb musste Er sie zur Ordnung rufen. Da war ein kranker, ein besessener Mann, die Nachfolger des Herrn beteten. Trotz Gebet geschah nichts. Und manchmal fragen wir uns, warum geschieht nichts? Vielleicht hast Du es nötig einmal zu fasten, weil Deine Gedanken nicht mehr richtig beim Herrn sind. Jedenfalls sagt das der Herr Jesus Seinen Nachfolgern:

Markus 9:29
Und er sprach zu ihnen: Diese Art kann durch nichts ausfahren, als nur durch Gebet und Fasten.

Er sagte das nicht ohne Grund. Und es ist wichtig, immer die Zusammenhänge zu betrachten. Als sie weitergingen fragte der Herr sie:

Markus 9:33
...Was habt ihr auf dem Wege verhandelt?

Nun, was sollten die Nachfolger des Herrn sagen? Hatten sie über den Herrn nachgedacht, der ihnen ankündigte zu sterben? Hatten sie über den armen kranken Mann nachgedacht, dem sie nicht helfen konnten? Nein, meine Lieben Leser, das taten sie nicht! Ihnen war es vollkommen egal, was mit diesem armen, kranken, besessenen Mann geschah, und es tut mir so leid dies sagen zu müssen, aber ich tue es dennoch, weil ich Dich ermuntern möchte, aus Deinem Schlaf aufzuwachen, nicht nur immer an Dich zu denken, sondern an all jene zu denken, die Hilfe benötigen. Die Nachfolger des Herrn unterhielten sich nicht, wie sie den Herrn näher kommen könnten, um ihren Dienst ordentlich zu tun. Sie zeigten auch keinerlei echtes Mitleid mit dem schweren Weg, den ihr Herr zu gehen hatte. Nein, ihre Gedanken waren wo ganz anders. Und deshalb schwiegen sie.

Markus 9:34
Sie aber schwiegen…

Wisst Ihr, manchmal rufe ich bei alten Freunden an oder bei meiner alten Gemeinde und dann bin ich mindestens 1 bis 2 Stunden am Telefon, denn sie haben so viele Fragen. Und das ist ja ganz natürlich. Wenn wir wirklich im Glauben vorwärts kommen wollen, haben wir natürlich viele Fragen.

Markus 9:34
Sie aber schwiegen…

Warum schwiegen die Nachfolger des Herrn? Hatten sie keine Fragen? Mein lieber Leser, warum hast Du keine Fragen? Manchmal wird es uns angeboten zu fragen, aber wir haben keine Fragen, ist das aber wirklich wahr, oder wollen wir nur gut vor den anderen dastehen, denken also nur an uns? Warum redeten sie nicht mit dem Herrn Jesus? Nun, als erstes einmal, weil sie Lügner waren. Denn die Bibel sagt, dass sie sehr wohl Fragen hatten:

Markus 9:32
Sie aber verstanden die Rede nicht und fürchteten sich, ihn zu fragen.

Meine lieben Leser, warum fürchteten sich diese Menschen, den Herrn zu fragen? Weil sie auch noch Egoisten waren. Ich weiß, ich nehme einigen von Euch alle Illusionen über die wunderbaren Apostel. Aber mir geht es nicht darum, die Apostel schlecht zu machen, sondern zu zeigen, dass alle Menschen umkehren müssen, damit sie gesegnet werden können. Das gilt für die Apostel und für alle Männer Gottes genau so wie für Dich! Schau doch einmal an, was die Apostel dachten, obwohl sie diesen leidenden Mann nicht helfen konnten und obwohl der Herr Jesus ihnen gerade gesagt hatte, dass Er getötet werden wird. Sie dachten nur an sich:

Markus 9:34
…denn sie hatten sich auf dem Wege untereinander besprochen, wer der Größte sei.

Es ist so schrecklich, wenn Menschen nur an sich denken. Thomas wollte das nicht mehr. Er wollte, dass der Herr sein Hirte ist. Er wollte nicht mehr den "Vorzeigechristen" spielen, sondern bekennen, dass er Dinge getan hatte, die niemand jemals von ihm erwartet hätte. Er wollte seine Sünden bekennen und gutmachen, was gut zu machen ging.

Der Diakon gab ihm eine kurze Zeit, um alles, was wichtig war, in Ordnung zu bringen. Eine kurze Zeit, in welcher Thomas alles verlor, was er je hatte, so sah es jedenfalls aus, als er sich aufmachte, um nicht mehr über seine Größe, sondern über die Größe des Herrn nachzudenken.
 
 
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